HAMBURGER
EISLAUF-VEREIN VON 1922 e. V.
Eisschnelllauf
Trainingszeiten: Sie haben sich die Sportart Eisschnelllauf ausgesucht und wünschen Kontakt zu einer Gruppe, die sich regelmäßig trifft? Von Mitte November bis März trainieren unsere Schnellläufer immer auf der Eisbahn in "Planten un Blomen" (U-Bahn-Station: Messehallen), der einzigen Trainingsstätte für Eisschnelllauf in Hamburg. Vor Ort wenden Sie sich bitte an unseren Fachwart.
Kontakt:
Sie haben offene Fragen zu Ausrüstung und Kleidung und möchten sich umfassender über die Sportart beraten lassen, bevor Sie das erste Mal zum Training kommen. Rufen Sie unseren Fachwart für Eisschnelllauf an, Herrn Werner Krohn, Telefon 040/83 25 936. werner.krohn@gmx.deEr berät Sie gern und gibt Ihnen fachliche Auskunft.
Geschichte:
Was liegt näher, als auf dem Eis um die Wette zu laufen. Erste Wettrennen unter Männern gab es schon im 14. Jahrhundert in Holland. Aus England wissen wir von einem Rennen über etwas mehr als 24 Kilometer im Jahr 1763. Seinen eigentlichen Durchbruch hatte der Eisschnelllauf jedoch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als die ersten ganz aus Stahl gefertigten Schlittschuhkufen aus Amerika nach Europa kamen. Mit der Gründung des Eissport-Weltverbandes, der Internationalen Skating Union (ISU), erhielt die Sportart eine erste Wettlaufordnung, von deren Regeln viele noch heute gelten. Anfangs kämpften die Sportler auf Strecken von 1500 und 3000 Metern um den Sieg. Seit 1901 etablierten sich drei Strecken: 500, 1500 und 5000 Meter. Erst 1927 kam eine Strecke von 10.000 Metern hinzu. Ein echtes Langstreckenrennen veranstalten die Niederländer, wenn der Winter streng genug ist mit Start und Ziel in Leeuwarden. Es verläuft über 195 Kilometer durch elf Städte auf Flüssen, Kanälen und Grachten. Offiziell fand es das erste Mal 1909 statt und wurde zuletzt 1997 veranstaltet. In milden Wintern findet dieses Rennen alternativ auf dem Weißensee in Österreich statt. Meisterschaften kennt die Sportart seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Im selben Jahr, nämlich 1891, gab es die erste Deutsche Eisschnelllauf-Meisterschaft und die erste Europameisterschaft. Die erste Weltmeisterschaft wurde schon im Jahr 1884 ausgetragen. In Hamburg hat der Eisschelllauf seit 1885 Tradition. Da wurde die erste Hamburger Meisterschaft ausgetragen. Erster Hamburger Meister aus dem HEV war 1938 A. Nicolai.
Technik:
Die ersten Schritte auf der Bahn machen Eisschnellläufer und -läuferinnen im
Hamburger Eislauf-Verein unter fachlicher Anleitung. Unsere durch die DESG
(Deutsche Eisschnelllaufgemeinschaft) lizenzierte Trainerin, Juliane Neuss,
zeigt genau wie die Technik auf dem Eis umgesetzt wird und was Anfänger üben
sollten. Eine Altersbegrenzung gibt es bei dieser Sportart nicht. Das allgemeine
Training beginnt mit einer halbständigen Aufwärm-Phase, während der die Läufer
durch "Planten un Blomen" joggen, um die Muskulatur aufzuwärmen.
Daran schließen sich Dehn- und Lockerungsübungen an.
Erst jetzt geht es auf das Eis. Dort werden anfangs
langsame Runden gedreht, bevor der eigentliche Eisschnelllauf beginnt, der aus
einem ständigen Wechsel von Belastungs- und Ruhephasen besteht. Deren Dauer hängt
vom Ziel ab, ob Lang- oder Kurzstrecken trainiert werden. Die letzten fünf
Minuten bestehen wieder aus langsamen und lockeren Runden zum Auslaufen.
Eine Abwärmphase, bei der die Sportler meist noch ein wenig joggen,
rundet das Training ab.
Der HEV ist Mitglied in der DESG und damit sind seine Eisschnellläufer berechtigt
an Deutschen Meisterschaften teilzunehmen, sofern sie über einen von der DESG
ausgestellten Startpass verfügen.
Altersklassen und Qualifikationszeiten
sind bei den Rennen die Kriterien, nach denen die Wettkämpfer gegeneinander
antreten.
Obwohl
der Verein für eine Probestunde Schlittschuhe ausleihen kann, ist es beim
Schnelllauf unerlässlich eigene anzuschaffen, da sie sehr genau am Fuß sitzen
müssen. Als Kleidung empfiehlt sich anfangs ein Jogginganzug oder eine enge
Laufhose.