HAMBURGER
EISLAUF-VEREIN VON 1922 e. V.
Rollkunstlauf
Trainingszeiten:
Im Winter trainiert der Hamburger Eislauf-Verein keinen Rollkunstlauf. Die
Saison dieser Sportart beginnt immer im Frühjahr.
Dann laufen die Sportlerinnen und Sportler in verschiedenen
Turnhallen und in der abgetauten Eissporthalle in Farmsen.
Kontakt:
Sie interessieren sich für das Training des Hamburger Eislauf-Vereins
im Rollkunstlauf und möchten wissen, wie Sie oder Ihr Sprössling daran
teilnehmen können? Kommen Sie einfach während der Trainingszeiten
vorbei oder wenden Sie sich zu Beginn der kommenden Saison an unsere Fachwartin
für Rollkunstlauf, Frau Irmelin Otten, Telefon 040/630 06 61. irmelin.otten@gmx.de
Sie informiert Sie gern über alles rund um diese Sportart.
Geschichte:
Der Rollkunstlauf hat seine Anfänge im 18. Jahrhundert. Verschiedene Erfinder
versuchten Rollschuhe zu bauen, die alle dem heutigen Inlineskate ähneln.
Sie hatten hölzerne oder kupferne Räder. Erst 1863 entwickelte der
Amerikaner J. L. Plimpton den zweiachsigen Rollschuh, der übrigens auch
noch Holzrollen hatte und einige Jahre später eine wesentliche Verbesserung
erfuhr, indem Kugellager eingebaut wurden. Das war der eigentliche Durchbruch.
Das Rollschuhlaufen gewann enorm an Popularität. Rollschuhbahnen wurden
gebaut, die erste deutsche 1876 in Berlin. Schon 1880 gab es allein in London
70 solcher Freizeitsportstätten und Paris hatte 40. Führend war aber
damals schon Amerika und ist auch heute noch das Land mit den meisten Rollsporthallen
und -bahnen. Mit dem 20. Jahrhundert begannen sich die Rollsportler zu organisieren.
Die ersten Vereine in Deutschland entstanden 1909 in Berlin und Köln. Bereits
ein Jahr später wurde der "Bund der Deutschen Rollsportvereine"
in Leipzig ins Leben gerufen. Stuttgart trug 1911 die ersten Deutschen Meisterschaften
aus. Mit der Gründung eines internationalen Rollsportverbandes, der "Fédération
Internationale de Patinage à Roulettes", später umbenannt in
"Fédération Internationale de Roller Skating" (FIRS),
im Jahr 1924 trafen sich die Sportlerinnen und Sportler nun auch auf internationaler
Ebene, um ihre Leistungen in Wettbewerben zu messen. Die erste Weltmeisterschaft
gab es 1936, die erste offizielle Europameisterschaft 1937. Bis heute ist der
Rollkunstlauf anders als der Eiskunstlauf keine olympische Disziplin.
Technik:
Im Frühjahr, wenn die Eislaufsaison abgeschlossen ist, tauschen viele der
Eiskunstläuferinnen und -läufer des Hamburger Eislauf-Vereins ihren
Schlittschuh gegen einen traditionellen Rollschuh aus. Auch diese Sportart eignet
sich für Jung und Alt. Wir trainieren angeleitet von lizenzierten Trainerinnen
in Gruppen in verschiedenen Sporthallen, wo wir auch unabhängig vom Hamburger
Wetter sind. Anfänger lernen Grundschritte und machen Übungen, die
zu Sicherheit auf dem Rollschuh führen. Erst wenn dieses Lernziel erreicht
ist, beginnen die Läuferinnen und Läufer mit Tanzschritten, einfachen
Sprüngen und Pirouetten, die später zu einer ausgewählten Musik
als Kür zusammengefasst werden können. Außerdem üben wir
Pflichtfiguren, die auf zwei einer liegenden Acht ähnelnden Kreisen gelaufen
werden. Im Rollkunstlauf werden Prüfungen abgelegt, die Auskunft über
den Leistungsstand geben. Sie sind auch Voraussetzung, um an der Hamburger Meisterschaft
und anderen Wettbewerben bundesweit teilzunehmen. Wir beenden im Herbst die
Rollkunstlaufsaison mit einer Vereinsmeisterschaft, an der alle, Kinder wie
Erwachsene, eine vorher mit der Trainerin einstudierte Kür vortragen.
Rollkunstläufer tragen leichte und bequeme Sportkleidung, in der sie sich
gut bewegen können. Das darf auch gern ein für den Kunstlauf typischer
Rock oder ein Kleid sein. Protektoren, wie die Inlineskater sie tragen, schützen
vor Verletzungen und werden besonders von den Erwachsenen genutzt. Da die Kinder
noch im Wachstum sind, hat der Hamburger Eislauf-Verein ausreichend Rollschuhe
in verschiedenen Größen, die Mitglieder gern ausleihen können.